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Finanzen & Stipendium
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Studienfinanzierung | Krankenversicherung

Studienfinanzierung

Studieren ist mehr als nur Wissenserwerb. Die großen und kleinen Bedürfnisse des Alltags wie Unterkunft, Verpflegung, Lehrmaterial und Freizeitgestaltung wollen finanziert sein. Das Wissen um eine gleichbleibende und verlässliche Studienfinanzierung während des gesamten Studiums ist ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung zugunsten der Aufnahme eines Studiums.

Die Studentenwerke vor Ort sind die richtigen Ansprechpartner für Ihre Fragen zur Studienfinanzierung.
Im wesentlichen gibt es folgende Möglichkeiten der Studienfinanzierung:

BaföG
Jobben
Elternunterhalt
Bildungskredit
Stipendium

BaföG:
Ziel des Bundes-Ausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) ist es, jedem jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, unabhängig von seiner sozialen und wirtschaftlichen Situation eine Ausbildung zu absolvieren, die seinen Fähigkeiten und Interessen entspricht. Eine qualifizierte Ausbildung soll nicht an fehlenden finanziellen Mitteln des Auszubildenden, seiner Eltern oder seines Ehegatten scheitern. Sind genügend finanzielle Mittel vorhanden, ist Studienfinanzierung allerdings Sache der Familie.
Wer Anspruch auf BAföG hat, wie die Höhe des BAföGs berechnet wird, wie lange es gezahlt wird und wie es mit der Rückzahlung aussieht: All das kann man auf dem BAföG-Online-Portal des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) nachlesen.
Persönlich kann man sich bei den örtlichen Studentenwerken.

Bildungskredit:
Übrigens gibt es neben dem BAföG auch andere Fördermöglichkeiten wie zum Beispiel den Bildungskredit. Mehr dazu auf dem Portal des Deutschen Studentenwerks: http://www.studentenwerke.de/

Stipendium:
Stipendien werden von den verschiedensten Organisationen angeboten und vergeben. Die meisten Stipendien sind in Ihrer Höhe vergleichbar mit der Höhe des BAföG, allerdings müssen Sie eben nicht zurückgezahlt werden. Weiterhin gibt es oft Sonderzuzahlungen in Form von Büchergeld. Erwartet wird auch die Teilnahme bei einigen Organisationen an diversen Veranstaltungen und ebenfalls die Anfertigung von Berichten über den Studienfortgang. Ebenfalls sind lokale Angebote die Studierenden in bestimmten Studienfächern Stipendien anbieten. Man sollte sich also auch durchaus einmal direkt an seiner Uni erkundigen.

Anbei die wichtigsten Förderer:
1. Stipendien für Studierende aus dem Ausland
Förderungen für Studierende aus allen Ländern der Welt bei Aus- und Fortbildung sowie Forschungsarbeiten in allen Fachrichtungen bietet der DAAD.
Eignungsvoraussetzung ist eine bereits abgelegte Zwischenprüfung oder Vordiplom, sowie Deutschkenntnisse. Bewerbung können im jeweiligen Heimatland beim zuständigen Kultus-/ Bildungs- oder Hochschulministerium, in Deutschland beim Akademischen Auslandsamt der zuletzt besuchten Hochschulen, wenn das Vordiplom schon in Deutschland abgelegt wurde, eingereicht werden.
Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

www.daad.de

2. Stipendien für das Studium im Ausland/Auslandsstipendien
Die meisten Stiftungen und Institutionen fördern ein Auslandstudium analog zur BAföG-Regelung. Bei einigen bestehen Ausnahmen. Bei einem Auslandsstudium ist Beantragung von BAföG möglich. Auch wenn ein Antrag inländisch abgelehnt wurde, kann die Voraussetzung bei einem Auslandsstudium gegeben sein und eine erneute Antragsstellung sinnvoll. Ausführliche Informationen zu Auslandsstipendien hält der DAAD bereit.

3. Parteinahe Stiftungen
Alle Parteien, die im Bundestag vertreten sind halten Stiftungen bereit, die begabte Studenten fördern. Infos zum Stipendium und zu den jeweiligen Stiftungen gibt es unter den unten aufgeführten Adressen und Links:

Bündnis '90/DIE GRÜNEN Heinrich-Böll-Stiftung
www.boell.de

CDU Konrad-Adenauer-Stiftung
www.kas.de

CSU Hans-Seidel-Stiftung
www.hss.de

FDP Friedrich-Naumann-Stiftung
www.fnst.de

SPD Friedrich-Ebert-Stiftung
www.fes.de

Die Linke Bundesstiftung Rosa Luxemburg
www.rosalux.de

4. Konfessionelle Träger
Untenstehend kirchliche Studienwerke die Stipendien vergeben. Voraussetzung ist zum einen die Zugehörigkeit zum entsprechenden Glauben, außerdem kann eine Förderung erst im Studium erfolgen. Der Bewerbung muss ein Gutachten der Hochschule beigelegt werden.

Evangelisch: Evangelisches Studienwerk e.V.
www.evstudienwerk.de

Katholisch: Cusanuswerk
www.cusanuswerk.de

5. Wirtschaftsnahe Organisationen
Einige Unternehmen und Wirtschaftverbände haben Stiftungen oder andere Institutionen hervorgerufen, die unter bestimmten Umständen Stipendien vergeben.

Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw)
www.sdw.org

6. Stiftungen, bei denen keine Selbstbewerbung möglich ist
Bei einigen Stiftungen kann man sich nicht direkt selbst bewerben. Natürlich muss man dann entsprechende Personen davon überzeugen wieso man gerade vorgeschlagen werden sollte. Weitere Informationen zu den Möglichkeiten sind hier einsehbar:

Studienstiftung des deutschen Volkes e.V.
www.studienstiftung.de

Hier muss man vom Rektor der Schule vorgeschlagen werden, für eine spätere Promotion ("Doktor") nach dem Studium von einer Professorin / einem Professor.

Hans-Böckler-Stiftung
www.boeckler.de

Dies ist eine gewerkschaftsnahe Stiftung. Die Anträge sollten von einer Gewerkschaft gestellt werden. Gefördert werden primär Kinder von Arbeitnehmern und Absolventen des zweiten Bildungsweges.


Krankenversicherung


Krankenversicherung für Studierende
Zu Beginn des Studiums müssen Studierende sich – neben allem anderen, was für sie neu ist – erst mal auch mit der Frage beschäftigen, welche Krankenversicherung sie brauchen und wollen.

Falls beide Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind und die studierenden Kinder regelmäßig unter 350 € im Monat verdienen (oder in einem Minijob 400 €), sind die Kinder bis zum vollendeten 25. Lebensjahr beitragsfrei mitversichert. Studierende, die nicht über die Eltern versichert sind, sind in der „studentischen Krankenversicherung“ pflichtversichert. Das ist keine eigene Kasse, sondern ein bestimmter Status innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung.

Pflichtversicherung heißt nicht, dass man automatisch Mitglied einer bestimmten Kasse ist. Vielmehr können auch Studierende zwischen den verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen wählen. Der Studierendenbeitrag wird einmal jährlich vom Gesundheitsministerium festgelegt und ist bei allen gesetzlichen Krankenkassen gleich, z. Zt. 47.50 € im Monat. Er muss für das ganze Semester im Voraus gezahlt werden.

Der Studierendenbeitrag kann man bis zum 14. Fachsemester, längstens bis zum vollendeten 30. Lebensjahr in Anspruch genommen werden, danach erhöht sich der Beitrag und ist von Kasse zu Kasse unterschiedlich. Das Leistungsspektrum entspricht demjenigen aller gesetzlich Krankenversicherten.

Befreiung von der GKV
Wer sich privat versichern will, muss bei einer gesetzlichen Krankenkasse einen Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht stellen. Dieser Antrag muss innerhalb von drei Monaten nach Beginn des Studiums gestellt werden. Die Befreiung will aber gut überlegt sein, denn sie ist für den Rest des Studiums bindend. Man kann also nicht wieder zurück in die gesetzliche Krankenversicherung, selbst wenn es sich als günstiger herausstellen sollte. Erst wenn man durch eigene Berufstätigkeit pflichtversichert wird, kommt man zurück in die gesetzliche Krankenkasse.

Private Krankenversicherung
Die privaten Krankenkassen werben intensiv um die jungen, meist gesunden Kunden an den Unis. Auch bei privaten Krankenkassen gibt es besondere Studententarife. Diese sind niedriger als für gleich alte sonstige Versicherte, weil für Studierende noch keine Altersrückstellungen gebildet werden. Ansonsten sind die Tarife je nach Versicherungsunternehmen, Leistungsumfang, Vorerkrankungen und vor allem Geschlecht (Männer bekommen keine Kinder!) sehr unterschiedlich und liegen zwischen unter hundert und über 200 Euro monatlich.

Kinder von Beamten: Besonderheiten bei Beihilfeberechtigung
Kinder von Beamtinnen und Beamten sind über ihre Eltern beihilfeberechtigt, d.h. ihre Eltern bekommen zwischen 50 und 80 Prozent der Krankheitskosten vom Dienstherrn erstattet. Für die verbleibenden Kosten müssen sie eine private Krankenversicherung abschließen. Hierfür können sie die günstigeren Studententarife der privaten Krankenversicherungen in Anspruch nehmen. Darauf werden sie aber in der Regel nicht vom Versicherungsunternehmen hingewiesen, sondern müssen sich meist selbst darum bemühen.

Die Beihilfeberechtigung besteht nur so lange die Eltern einen Anspruch auf Kindergeld haben. Die Bundesregierung hat das Höchstalter, bis zu dem Kindergeld und Kinderfreibetrag gewährt werden, vom vollendeten 27. auf das vollendete 25. Lebensjahr abgesenkt (Einzige Ausnahme: Grundwehrdienst und Zivildienst verlängern den Kindergeldanspruch). Lediglich für die, die im Jahr 2006 das 25. oder 26. Lebensjahr vollenden, bleibt es bei 27, für diejenigen, die 2006 das 24. Lebensjahr vollenden, fällt das Kindergeld erst mit Vollendung des 26. Lebensjahrs weg.

Studierende „Beamtenkinder“ müssen dann schon ab dem 25. Lebensjahr die volle private Krankenversicherung bezahlen, weil sie nicht mehr beihilfeberechtigt sind. In die gesetzliche Krankenversicherung kommen sie nicht mehr zurück. Für diejenigen, die spätestens im Sommersemester 2006 ein Studium aufgenommen haben, sind beim Bund und in manchen Bundesländern Vertrauensschutzvorschriften in den Beihilfeverordnungen in Vorbereitung. Hier sollten sich die betroffenen Eltern unbedingt bei ihrer Personalstelle erkundigen.

Quelle: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft www.gew.de
Haftungsausschluss: Ohne Gewähr auf Vollständig- und Richtigkeit.

 

 



 
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